Bevölkerungsumfrage Wohnsituation und Wohnqualität
Die Umfrage ist abgeschlossen und wird derzeit ausgewertet. Der finales Bericht wird Ende Juni 24 veröffentlicht.
Die Stadt Überlingen ist als Wohnungsschwerpunkt im Regionalplan Bodensee-Oberschwaben ausgewiesen. Auf der Grundlage einer Wohnungsbedarfsanalyse mit Handlungskonzept des Institutes empirca aus dem Jahr 2019 wird für das Zieljahr 2030 ein Mehrbedarf von Wohneinheiten 917 erwartet. Daraus abgeleitet wurde das "Überlinger Wohnbaulandmodell 2030 – Handlungsprogramm Wohnen" am 22. April 2020 vom Gemeinderat beschlossen.
Die Umfrage verfolgt das Ziel, die Bedürfnisse und Wünsche für eine zukunftsorientierte und gerechte Wohnraumschaffung zu erkunden und den Wohnungsmarkt darauf auszurichten.
Weitere Informationen zum "Überlinger Wohnbaulandmodell 2030 - Handlungsprogramm Wohnen" sind auf der Website der Stadt Überlingen einsehbar.
www.ueberlingen.de/ueberlinger-wohnbaulandmodell
Wer an der Umfrage als registrierter User*in teilnimmt oder seine Email - Adresse angibt, kann einen von drei Gutscheinen für die Bodensee Therme Überlingen gewinnen.
Die Gewinner/Innen werden Anfang Juli 24 benachrichtigt.
Phasen
Ergebnisse
An dieser Stelle werden wir die Ergebnisse mit Ihnen teilen.
Bevölkerungsumfrage Wohnsituation und Wohnqualität – Auswertung
Im Zeitraum vom 20. November 2023 bis 07. Februar 2024 hat die Stadt Überlingen auf Ihrer Beteiligungsplattform eine Unfrage zur Wohnsituation und Wohnqualität durchgeführt. 147 Bürgerinnen und Bürger haben die 42 Fragen beantwortet. Diese Form der aktiven Bevölkerungsbeteiligung wurde zum ersten mal online durchgeführt. Sie gilt als Probelauf für den Aufbau und Verfestigung aktiver Beteiligungsprozesse in der Stadtentwicklung und Stadtgestaltung.
Zur Repräsentativität der Umfrage ist anzumerken, dass diese nicht im Vordergrund stand. Das Durchführen einer Befragung zu speziellen Themen der Stadtentwicklung oder der Stadtgesellschaft kann zieldefiniert über die neue Bürgerbeteiligungsplattform erfolgen. Inwieweit sich daraus eine repräsentative Umfrage nach den allgemein anerkannten Regeln ergibt, hängt von vielen Faktoren ab, u.a. von der Grundgesamtheit, also die Gruppe, über die man eine Aussage treffen möchte. Für die Umfrage stellt der Teil der Gesamteinwohnerschaft der Stadt Überlingen die Grundgesamtheit dar, der/die im Besitz oder Miete einer Wohnung/Haus ist. Bei einem Bevölkerungsanteil von 19.644 Einwohner/Innen älter als 18 Jahre (Stand 31.12.2022) würde sich ein repräsentatives Umfrageergebnis bei einer Stichprobe (Auswahl) von 377 Teilnehmer/Innen ableiten.
Mit der durchgeführten Online - Umfrage ist diese Anzahl nicht zurückgespielt worden. Somit kann von einer keine Repräsentativität nicht ausgegangen werden. Dennoch geben die Antworten ein Meinungsbild ab, welches aufgrund der gleichmäßigen Verteilung in der Altersstruktur und beim Geschlecht durchaus als praxisnaher Stimmungstest eingestuft werden kann.

Mit wem leben Sie in Ihrer Wohnung/Ihrem Haus zusammen?
Die Bürger/Innen haben im Rahmen des Online-Partizipationsprojekts 'Bevölkerungsumfrage Wohnsituation und Wohnqualität' ihre Wohnsituationen dargestellt. Die Mehrheit der Befragten lebt in Wohnungen oder Häusern, die von zwei bis vier Personen bewohnt werden. Es wurde jedoch nicht immer angegeben, mit wem die Befragten zusammenleben.
Ein wiederkehrendes Thema in den Antworten war das Wohnen in Einfamilienhäusern mit Einliegerwohnungen. Dies deutet darauf hin, dass einige Bürger in Wohnsituationen leben, die zusätzlichen Wohnraum für andere, möglicherweise vermietbare, Einheiten bieten.
Die Angaben unter "Sonstiges" widerspiegeln, dass einige Bürger/Innen in einzigartigen oder speziellen Wohnsituationen leben, die besondere Anforderungen oder Herausforderungen mit sich bringen können. Flexible Wohnmöglichkeiten in Kombination mi Vermietung als Ferienwohnung oder als Einliegerwohnung innerhalb eines Mehrfamilienwohnhauses wurden ebenfalls genannt.
Die Vielfalt an komplexen Wohnsituationen ist in Überlingen gegeben und die Mischung aus privatem und gemeinschaftlichem Wohnraum wird existiert.
Wo wohnen Sie ?
Eine knappe Mehrheit der Teilnehmer/Innen (79) lebt im eigenen Wohnraum. 68 Personen gaben an, dass Sie in einer Mietwohnung oder gemieteten Haus leben.
Wohnen Sie in einer Mietwohnung, einer Eigentumswohnung oder im eigenen Haus?
Bei der Frage nach der Ausstattung fällt der sehr geringe Anteil an Gebäuden mit Aufzug bzw. einem barrierefreien Zugang in allen Etagen ins Auge. Ebenso die Nutzung von eigenem Strom aus der PV - Anlagen ist verschwindend gering. Ein Zeichen dafür, dass u.a. Mieter/Innen wenig Einfluss besitzen, PV - Dachanlagen als Gemeinschaftsanlage zu installieren und zu betreiben. Von einer einfacheren Handhabung und Umsetzung von Mieterstrommodellen würden die Mieter/Innen und Immobilienbesitzer/Innen gemeinsam profitieren.
Über welche Ausstattungen verfügt ihre Wohnung/Ihr Haus?
Die Barrierefreiheit wird von der Mehrheit derTeilnehmer/In (127) als nicht vorhanden bzw. teilweise beschrieben. Vergleichbar mit dem Sanierungsstau im energetischen Bereich herrscht auf diesem Feld ein sehr großer Modernisierungsbedarf.
Welchen Stand bzgl. Barrierefreiheit weist ihr Haus auf?
Der Sanierungsstau im Gebäudebestand spiegelt sich beim Umfrageergebnis wider. Die Mehrheit der Befragten (106) gibt an, dass ihre Gebäude gar nicht oder nur teilweise den neusten energetischen Anforderungen entspricht.
Welchen Stand bzgl. energetischer Sanierung weist ihr Haus auf?
Wie beurteilen Sie die Größe Ihrer Wohnung/Ihres Hauses?
Rückmeldungen zur Frage zu Barrieren z.Bsp. Treppen (ohne Aufzug)?
Welche der folgenden Aspekte trifft auf ihr Haus/Ihre Wohnung zu?
3 - trifft nicht zu
1 - trifft zu
Rückmeldungen zur Frage Lage des Hauses/der Wohnung (abseits gelegen)?
Welche der folgenden Aspekte trifft auf ihr Haus/Ihre Wohnung zu?
3 - trifft nicht zu
1 - trifft zu
Rückmeldungen zur Frage "Unpraktisch im Grundriss"?
Welche der folgenden Aspekte trifft auf ihr Haus/Ihre Wohnung zu?
3 - trifft nicht zu
1 - trifft zu
Rückmeldungen zur Frage zu den Kosten für Miete (zu hoch)?
Welche der folgenden Aspekte trifft auf ihr Haus/Ihre Wohnung zu?
3 - trifft nicht zu
1 - trifft zu
Rückmeldung zur Frage kein barrierefreies Bad?
Welche der folgenden Aspekte trifft auf ihr Haus/Ihre Wohnung zu?
3 - trifft nicht zu
1 - trifft zu
Rückmeldungen zur Frage keine barrierefreie Küche?
Welche der folgenden Aspekte trifft auf ihr Haus/Ihre Wohnung zu?
3 - trifft nicht zu
1 - trifft zu
Rückmeldungen zur Frage keine barrierefreie Sanierung/Umbau in den nächsten Jahren geplant?
Welche der folgenden Aspekte trifft auf ihr Haus/Ihre Wohnung zu?
3 - trifft nicht zu
1 - trifft zu
Sonstiges bei Rückmeldungen zum Zustand des Hauses/der Wohnung
Die Bürger/Innen haben verschiedene Rückmeldungen zum Zustand ihrer Häuser und Wohnungen gegeben. Einige haben angegeben, dass ihre Wohnungen in gutem Zustand sind, da sie entweder kürzlich renoviert wurden oder umfassend modernisiert wurden. Diese Rückmeldungen deuten darauf hin, dass einige Bürger in Wohnungen leben, die gut instandgehalten und auf dem neuesten Stand sind.
Auf der anderen Seite gab es auch Rückmeldungen, die auf schlechte Wohnbedingungen hinweisen. Ein/e Bürger/in hat beispielsweise angegeben, dass seine Wohnung in sehr schlechtem Zustand ist, mit Problemen wie defekten Fenstern, veralteter Sanitärinstallation und mangelhafter Dämmung. Dies deutet darauf hin, dass es auch Bürger/innen gibt, die in Wohnungen leben, die dringend renoviert oder modernisiert werden müssen.
Insgesamt zeigen die Rückmeldungen eine gemischte Situation in Bezug auf den Zustand der Wohnungen der Bürger. Während einige in gut instand gehaltenen und modernisierten Wohnungen leben, gibt es auch solche, die mit schlechten Wohnbedingungen zu kämpfen haben. Es scheint daher notwendig zu sein, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass alle Bürger in Wohnungen leben können, die in gutem Zustand sind.
Wie hoch ist der Anteil Ihrer Ausgaben für Wohnen an Ihrem Haushaltsnettoeinkommen (hierzu zählen Mietausgaben bzw. Kosten für Zins und Tilgung für Darlehen sowie Nebenkosten für Heizung, Strom, etc.)?
Einer Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden - Württemberg vom 28.04.2023 die Mieter/Innen 2022 durchschnittlich 28,1 % ihres monatlichen Einkommens für die Nettokaltmiete aufwenden. Damit lag die Mietbelastungsquote im Südwesten etwas über der für Deutschland (27,8 %).
Über ein Viertel der Teilnehmer/Innen gab an, dass der Mietkostenanteil über 40 % ihres Haushaltseinkommens liegt. Ein Hinweis darauf, dass das knapp Wohnraumangebot auf dem Miet- und Immobilienmarkt die Unterhaltskosten nach oben treibt. So lag die durchschnittliche Nettomiete bei der letzten Datenerhebung im Jahr 2022 bei 9,29 EUR/m2. Zum Vergleich: für Städte mit einer Einwohnerzahl von 20.000 bis 50.000 EW lag die Nettokaltmiete in B.W. bei 8,07 EUR/m2 (Erhebung Mikrozenzus 2022).
Welche Einkommen hat Ihr Haushalt?
Wie beurteilen Sie Ihre gegenwärtigen Mietkosten bzw. Wohnkosten?
Haben Sie vor, in den nächsten 2 bis 3 Jahren umzuziehen?
Können Sie sich vorstellen, sich im Rentenalter räumlich zu verkleinern?
Rückmeldung zur Frage Umzug in eine barrierefrei Wohnung/barrierefreies Haus zur Miete?
Können Sie sich vorstellen (bei Bedarf oder falls notwendig) in eine der folgenden Wohnformen umzuziehen?
Rückmeldung zur Frage Umzug in eine barrierefrei Wohnung/barrierefreies Haus Haus zum Kauf?
Können Sie sich vorstellen (bei Bedarf oder falls notwendig) in eine der folgenden Wohnformen umzuziehen?
Rückmeldung zur Frage Umzug in eine Wohngemeinschaft für Gleichaltrige?
Können Sie sich vorstellen (bei Bedarf oder falls notwendig) in eine der folgenden Wohnformen umzuziehen?
Rückmeldung zur Frage Umzug in ein Mehrgenerationenprojekt?
Können Sie sich vorstellen (bei Bedarf oder falls notwendig) in eine der folgenden Wohnformen umzuziehen?
Rückmeldung zur Frage Angebotssituation Kauf Einfamilien-Doppel-/Reihenhaus?
Wie schätzen Sie die Angebotssituation derzeit in den verschiedenen Marktsegmenten gemessen an der Nachfrage ein?
Rückmeldung zur Frage Angebotssituation Miete Einfamilien-Doppel-/Reihenhaus?
Wie schätzen Sie die Angebotssituation derzeit in den verschiedenen Marktsegmenten gemessen an der Nachfrage ein?
Rückmeldung zur Frage Angebotssituation Kauf Eigentumswohnung?
Wie schätzen Sie die Angebotssituation derzeit in den verschiedenen Marktsegmenten gemessen an der Nachfrage ein?
Rückmeldung zur Frage Angebotssituation Mietwohnung (Miete >/ 12 EUR/m2 nettokalt)?
Wie schätzen Sie die Angebotssituation derzeit in den verschiedenen Marktsegmenten gemessen an der Nachfrage ein?
Rückmeldung zur Frage Angebotssituation Mietwohnung (Miete 8 bis 12 EUR/m2 nettokalt)?
Wie schätzen Sie die Angebotssituation derzeit in den verschiedenen Marktsegmenten gemessen an der Nachfrage ein?
Rückmeldung zur Frage Angebotssituation Mietwohnung (Miete </ 8 EUR/m2 nettokalt)?
Wie schätzen Sie die Angebotssituation derzeit in den verschiedenen Marktsegmenten gemessen an der Nachfrage ein?
Rückmeldung zur Frage Angebotssituation Miete preisgebunden bzw. Sozialwohnung
Wie schätzen Sie die Angebotssituation derzeit in den verschiedenen Marktsegmenten gemessen an der Nachfrage ein?
Der hohe Bedarf an Wohnraum spiegelt sich am Umfrageergebnis wieder. Insbesondere das Mietwohnangebot ist stark ausbaufähig. Die Eigentumsbildung konzentriert sich wenn überhaupt auf den Erwerb von Eigentumswohnungen. Hier scheint das Angebot ausbaufähig.
Das Segment der Einfamilien-/Doppel- oder Reihenhäuser ist angesichts der Baukostensteigerungen der letzten Jahre sowie den überteuerten Grunderwerbskosten nur noch für sehr gut verdienende Bürger/Innen erschwinglich.
Das Angebot für Mietwohnungen mit einer Miete unter 12 EUR/m2 sowie mietpreisgebundene Wohnungen bzw. sozial geförderte Wohnungen wird von den Teilnehmer/Innen als "zu wenig" eingeschätzt.
In welchen Segmenten sehen Sie aktuell einen besonderen Bedarf?
Die Bürger/Innen haben in ihren Antworten auf die Online-Umfrage "Bevölkerungsumfrage Wohnsituation und Wohnqualität" hauptsächlich die Notwendigkeit von bezahlbarem Wohnraum betont. Sie haben sowohl bezahlbare Mietwohnungen als auch Kaufimmobilien für Familien als Mangelware bezeichnet.
Einige Bürger/innen haben auch die Notwendigkeit von mehr familienfreundlichem Wohnraum hervorgehoben, insbesondere Einfamilien- oder Doppelhäuser/Reihenhäuser, da sie der Meinung sind, dass derzeit zu viele Gebäude mit Wohnungen gebaut werden.
Darüber hinaus wurde die Idee von Mehrgenerationen- und Mitarbeiterwohnen vorgeschlagen, um die Wohnsituation zu verbessern.
Ein weiteres wiederkehrendes Thema war die Nutzung von Bauland und die Tatsache, dass es viele leerstehende Häuser in der Kernstadt und den Teilorten gibt, die bewusst nicht vermietet oder verkauft werden. Die Nutzung als Ferien- oder Zweiwohnung verstärkt den Eindruck, dass dringend benötigter Wohnraum nicht nicht ganzjährig zur Verfügung steht bzw. dem Wohnungsmarkt entzogen wird.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bürger/Innen bezahlbaren und familienfreundlichen Wohnraum fordern und vorschlagen, ungenutztes Bauland und leerstehende Häuser besser zu nutzen.
In welchen Segmenten sehen Sie aktuell auf dem Mietwohnungsmarkt einen besonderen Bedarf?
Die Bürger/Innen haben eine Vielzahl von Vorschlägen zur Verbesserung der Wohnsituation und Wohnqualität gemacht. Ein wiederkehrendes Thema war der Bedarf an Wohnungen für spezifische Bevölkerungsgruppen. Es wurde vorgeschlagen, mehr Wohnprojekte, Tiny Houses und Genossenschaftswohnungen zu schaffen. Es wurde auch betont, dass es mehr Wohnungen für Familien und Senioren geben sollte.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Notwendigkeit, die Wohnkosten zu senken. Ein/e Bürger/In merkte an, dass die von Vermietern und Verkäufern erwarteten Preise zu hoch sind und dass es an sozialer Einstellung fehlt.
Einige Bürger/innen schlugen vor, mehr Bauland zu nutzen und mehr kindgerechte
Wohnungen zu schaffen. Ein/e Bürger/in wies darauf hin, dass die Quadratmeterzahl einer Wohnung irrelevant ist, wenn die Zimmeraufteilung nicht sinnvoll ist. Er/Sie schlug vor, mehr bezahlbare Mehrzimmerwohnungen zu schaffen, die auch ein Arbeitszimmer zulassen.
Rund ein Viertel der Teilnehmer/Innen vermisst Wohnangebote mit einer Wohngröße von 40 bis 120 m2. Beim sozialen Wohnungsbau wird ebenfalls ein Ausbaubedarf gesehen. Unbekanntere Wohnformen wie Cluster - Wohnungen oder Wohngemeinschaften sind sehr gering nachgefragt. Die Gründe dafür sind in der Wohnbauentwicklung der letzten Jahre zu finden. Setzten hier die Marktakteure eher auf klassische Wohn- und Vermarktungsformen.
Wie attraktiv wäre für Sie persönlich eine sehr kleine Wohnung? Neben der kleinen privaten Wohnung können dabei weitere Flächen und Räume gemeinschaftlich genutzt werden.
Keinstwohnungen sind als Wohnform weitestgehend unbekannt. Weit über die Hälfte der Teilnehmer/Innen hat die Frage unbeantwortet gelassen. In Anbetracht des stetig steigenden Wohnflächenbedarfs pro Person (derzeit bei 47 m2) ist es den wenigstens zu vermitteln, einen kompletten Haushalt auf 30 bis 40 m2 zu reduzieren. Die Tiny-House Diskussion zielt auf vergleichbare Bestrebungen, allerdings als gesonderte separate Wohnform. Kleinstwohnungen oder Mikroappartments sind eine alternative Wohnmöglichkeit innerhalb einer Gebäudekomplexes unter der Bereitstellung von gemeinschaftlich genutzten Funktionsbereichen.
Die Umfrageergebnissen zum Themenbereich "Kleinstwohnungen" bzw. Verringerung des eigenen Wohnraumbedarfs sind sehr ernüchternd. Eine Bereitschaft neuerer Wohnformen anzunehmen oder auszuprobieren ist kaum zur erkennen. Nur neun Teilnehmer/Innen gaben an, weniger Platz zu benötigen. Die Reduzierung der Wohnkosten gaben zehn Bürger/Innen an als Grund für eine Interesse an.

